Lerndesign

Lerndesign

Auf die dauerhafte Flutung unserer Sinne mit multimedialen Reizen reagiert unser Hirn mit Komplexitätsreduktion und selektiver Wahrnehmung. Wir erleben, dass immer mehr Informationen über Medien zu einer immer stärkeren Selektion der Inhalte führen. Stellt sich nun die Frage, was als relevant wahrgenommen wird und welche Faktoren Aufmerksamkeit und Interesse lenken.

Gutes Design?
Relevante Inhalte?
Multimedia?

Werfen wir einen Blick aus dem Fenster auf einen schönen Garten, einen schönen Berg, oder in den schönen Himmel.

Was wird zum Beispiel an einem Garten als schön empfunden?
Seine Form, der Schnitt des Rasens, die Artenvielfalt, die Anordnung der Bäume und Pflanzen, die Farben?

Ich bin überzeugt, es ist die Komposition aller Elemente, die einen schönen Garten ausmachen, der mich animiert in ihm zu wandeln, mich an den Pflanzen zu erfreuen, mich zu entspannen und in dem ich das natürliche Bedürfnis entwickle, etwas über den Garten zu lernen. Über die Pflanzen, den Rasen, die Gartenarbeit, usw.

Und trifft das nicht auch auf Internetseiten zu? Verweile ich nicht länger auf einer Website, die schön gestaltet ist? Die funktional ist? Die relevante Inhalte vermittelt?

Ich bin sicher, das neben didaktischen Formaten und relevanten Lerninhalten gutes Design lernförderlich ist und was für Gärten und Internetseiten gilt, auch für E-Learning angewendet weden kann. Die Komposition von Form, Proportionen, Typografie und Farben, die Verwendung und Anordnung von Text- und Inhaltselementen, Bildern und Grafiken sowie weiterer multimedialer Elemente weckt das Bedürfnis, sich mit den Inhalten zu beschäftigen.
Gutes Design motiviert herauszufinden, was das Lernangebot für Informationen liefert. Was es dort zu lernen gibt.

Aus dieser Haltung heraus beschäftige ich mich mit Lerndesign.

Wie sehen Sie das? Schreiben Sie mir. Ich freue mich auf einen offenen Diskurs zu diesem Thema.

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